Dezember 2011

Nachgefragt: Das Elfenkomp(l)ott

Ab 18.12. ist Das Elfenkomp(l)ott von und mit Mathias Schuh im kleinen theater zu sehen. Wir haben nachgefragt:

Die Gebrüder Grimm haben viele bekannte Hausmärchen geschrieben, wie bist du auf die Idee gekommen, die viel unbekannteren Elfenmärchen den Kindern als Theaterstück zu vorzuführen?

Mathias Schuh Bei meinen Recherchen für das Stück habe ich erkannt, dass gerade in Irland der Begriff der Elfen viel breiter zu sehen ist, wie man es aus den romantischen Disney Bearbeitungen kennt. Mir hat gefallen, dass sie offensichtlich nicht nur nett sind, sondern auch sehr launisch und zum Teil sogar hinterhältig. Das finde ich spannend und so sind diese Eigenschaften und eine Grimmgeschichte in mein ELFENKOMP(L)OTT eingeflossen.

Auf was können sich die kleinen Zuschauer bei einem Musik-Comic-Theater einstellen?

Nachgefragt: Meier sucht Verein

Meier sucht VereinFritz Messner, Manfred Baumann und Peter Blaikner sind mit ihrem neuem Kabarett „Meier sucht Verein“ im kleinen theater zu Gast, wir haben nachgefragt:

Nach euren erfolgreichen Programmen „Waidmann sucht Heil“ und „Bauer sucht Herbst“ jetzt das Stück „Meier sucht Verein“. Seid ihr selbst ebenfalls „Vereinsmeier“?
Peter Blaikner Wir sind in Vereinen aktiv, in Kulturvereinen. Es ist sehr wichtig, sich für eine Sache zu engagieren, um etwas mitgestalten zu können. Die übertriebene und überflüssige Wichtigkeit und Wichtigtuerei mancher Personen in Vereinen nehmen wir aber aufs Korn, diese Vereinsmeier sind lächerlich und zum Lachen, also ideal fürs Kabarett.

Wie oder wo habt ihr drei euch kennengelernt? Wie seid ihr auf die Idee gekommen gemeinsam auf der Bühne aufzutreten?

Nachgefragt: Köchl, bis es gar ist

Köchl, bis es gar istAnita Köchl hat mit „Köchl, bis es gar ist“ ihr erstes Solo-Kabarett im kleinen theater präsentiert. Wir haben nachgefragt:

Das Geburtstagfest der 13jährigen Tochter, Staubsauger, Rührschüsseln, Gedankengänge etc…. der ganz normale Wahnsinn in einer Familie. Gibt es Parallelen zu deiner eigenen Familie?

Anita Köchl Gerade das eigene Erleben hat mich dazu angeregt, dieses Programm zu schreiben. Ich habe es fast als persönlichen Auftrag gesehen, das einmal zu machen, da ich vollkommen im Alltag stehe und vollkommen auf der Bühne. Eine Zusammensetzung, die einen fast zwingt, die Dinge des Alltags einmal auf humorvolle Art zur Sprache zu bringen.

Der Spagat zwischen Berufsleben und Familie ist nicht immer leicht. Wie schaffst du es immer wieder sensationelle Stücke zu schreiben und zu spielen.

Nachgefragt: Schmähtandler

Am Sa, 5.11.2011., sind die „Schmähtandler„, also Elisabeth Nelhiebel und Sigrid Gerlach Waltenberger, im kleinen theater zu Gast. Wir haben nachgefragt:

Die Schmähtandler streifen durch Wien mit Ihren lustigen, schaurigen Gschichterln? Kann sich der Zuschauer so den Abend mit euch vorstellen?

Schmähtandler Die Schmähtandler laden zu einer Reise durch die Wiener urtypische Heurigen-, Beisl-, Friedhofs- und Straßenstrichlandschaft. Sie treffen auf Besoffene, auf Frauenmörder, auf Leichen und Liebespaare. Um diese Atmosphäre spürbar und hörbar und sichtbar zu machen, bedienen sie sich Wiener Liedguts: das fängt an bei Spittelbergliedern aus dem 18. bis 19.Jahrhundert, geht weiter über Nestroy, Hermann Leopoldi in den Beginn des 20. Jahrhunderts, erfreut sich sehr an den Texten der Wiener Gruppe aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts, und landet schließlich in der Moderne und begrüßt Wolfgang Ambros, Falco, Roland Neuwirth und natürlich H.C. Artmann. Und nimmt auf diesem Weg noch einige andere Komponisten und Texter mit.

Nachgefragt: Beatles an Bord

Am Donnerstag, 27. Oktober 2011, feiert das Theater Laetitia mit Beatles an Bord Premiere im kleinen theater. Wir haben bei der Leiterin des Theaters und Regisseurin des Stücks, Margot Maria Paar, nachgefragt....

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Kritiken: Alte Liebe

Die Premiere von Alte Liebe nach dem Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder war ein voller Erfolg und Publikum sowie Presse zeigten sich begeistert! ...

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Nachgefragt: Alte Liebe

Am 29. September 2011 feiert Alte Liebe von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder im kleinen theater Premiere. Wir haben beim Regisseur Markus Steinwender nachgefragt:

Du nennst „Alte Liebe“ dein „Herzensprojekt“, warum gerade dieses Theaterstück?

Markus Steinwender Als ich den Roman „Alte Liebe“, auf dem das Theaterstück basiert, 2009 kurz nach dem Erscheinen zum ersten Mal gelesen habe, fühlte ich mich sowohl von Inhalt wie auch der Form sofort extrem angesprochen. Inhaltlich, weil der Roman mit viel Witz und Herz die Geschichte eines seit fast 40 Jahren verheirateten Ehepaars erzählt und dabei soviel „Wahres“ über das Leben, die Liebe und die Ehe ausspricht, dass ich sowohl berührt war, also auch oft beim Lesen herzhaft lachen musste. Formal ist an dem Roman besonders, dass er in alternierenden Monologen und Dialogen geschrieben ist, das heißt für eine Bühnenfassung prädestiniert ist. Am kleinen theater war ja lange Zeit mit „Gut gegen Nordwind“ auch ein Roman auf der Bühne, der eine ähnliche, beinahe zwingende, Bühnentauglichkeit hat.

Ich habe mich dann längere Zeit um die Rechte zur Aufführung bemüht und freue mich entsprechend, dass wir schließlich die Rechte zur österreichischen Erstaufführung erhalten haben.

In „Alte Liebe“ werden die Szenen einer langen Ehe gespielt. Worauf kann sich das Publikum des kleinen theaters einstellen?

ORF Salzburg: Besuch im kleinen theater

Salzburg gilt vor allem in der Musik-, aber auch in der Theaterwelt als Stätte des Luxus, als Ort, an den teure Produktionen möglich sind und Geld keine Rolle spielt. Selbst für die Festspiele ist dieses Bild inzwischen obsolet, doch Kellerbühnen strecken sich auch in dieser...

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Nachgefragt: Schiller: Ganz oder gar nicht

Am 22. Juni 2011 feiert die Komödie Schiller: Ganz oder gar nicht im kleinen theater Premiere. Wir haben beim Regisseur Gerard Es nachgefragt:

„Schiller: Ganz oder gar nicht“ – Schillers dramatische Werke gesammelt in 90 Minuten präsentiert: Wie soll das funktionieren?

Gerard Es Das kann natürlich ganz und gar nicht funktionieren. Deshalb spielen die Schauspielerin und der Schauspieler auch ein Destillat aus SCHILLERS Dramen; will heißen aus jedem Stück einen kurzen Ausschnitt, und sie geraten dabei in heftige private Turbulenzen, weil sie dabei ständig improvisieren müssen.

Ohne zu viel zu verraten, was darf sich das Publikum von diesem Abend erwarten?
Gerard Es Einen heiteren und humorvollen Zugang zu Schillers Dramatik. Außerdem kann man die Schauspieler „bei der Arbeit“ beobachten, wie sie permanent in verschiedene Rollen schlüpfen.

Warum eignet sich gerade Schiller für eine derartig witzige Art der Aufbereitung?

Nachgefragt: Die Nase von Gardel

Am 15. Juni 2011 hat die Komödie Die Nase von Gardel Premiere im kleinen theater. Wir haben bei der Regisseurin Raffaella Passiatore nachgefragt:

Adam und Eva, projiziert auf unsere heutige Zeit: was war Eure Inspiration zu diesem Stück und was darf sich das Publikum von dieser Geschichte erwarten?

Raffaella Passiatore Adam und Eva stehen symbolisch für den Prototypen eines jeden Mannes und jeder Frau. Der Garten Eden ist nichts anderes als eine Utopie des absoluten Glücks, ohne Schattenseiten, ohne Widersprüche, ohne der Vielfalt von Meinungen und Gefühlen; das gibt es aber nur in der Arglosigkeit der Jugend, und in der Euphorie der ersten Liebe.

Ist die „früheste“ Liebe dann nicht diejenige des ersten Mannes und der ersten Frau?

Wir alle waren einmal – durch unsere erste Liebe – Adam und Eva, und wir alle waren einmal im Garten Eden.

Aber der erwachsene Mann und die reife Frau sind das Gegenteil von Adam und Eva, denn ist die erwachsene Liebe nicht jene ohne einem „Apfel“ oder, in diesem Fall, einer „Nase“ der Zwietracht?

Unsere Geschichte beginnt mit der „Vertreibung aus Eden“, und genau ab diesem Zeitpunkt entstehen die Probleme!

Premiere: fall netz

Das „Opfer“ weiß nicht, warum es ein Opfer ist. Wehren kann es sich nicht wirklich gegen die Beleidigungen, die Anschuldigungen, die unterstellten Wahrheiten, die Vorwürfe, die Lügen, den Neid, der ihm entgegengebracht wird, genauso wie die Eifersucht, der Hass, die Wut, alle Emotionen halt, die man – als „Täter“ – gerne mal los wird, gegen Lehrer, die Eltern, Geschwister oder einfach mal so gegen diesen einen Mitschüler oder diese eine Mitschülerin. Warum gerade der oder die? Weiß nicht, so halt, würde der Täter sagen, weil sie blöd ist, weil er ein Streber ist, weil sie kein Geld hat, weil er sich für Zimmerpflanzen interessiert, weil sie sich überhaupt für etwas interessiert, weil er halt ist, wie er ist.

Vom 28.4. – 30.4. im kleinen theater, vom 2.-4.5. im Emailwerk in Seekirchen.

ORF Salzburg: Pflicht oder Wahrheit

"Pflicht oder Wahrheit" ist der Titel eines Jugendstücks, das im kleinen theater uraufgeführt wurde. Es geht ums "Erste Mal" und Flaschendrehen spielt eine wichtige Rolle dabei, berichtet Eva Halus nach der Premiere....

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Premiere: PFLICHT ODER WAHRHEIT

Premiere des neuen Stücks PFLICHT ODER WAHRHEIT von Stephan Lack für Jugendliche ab 13 Jahren und für Erwachsene, das eindringlich erzählt, wie aus dem Spiel „Pflicht oder Wahrheit“ wird auf einmal bitterer Ernst wird. ...

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ORF: Die Blusen des Böhmen

Der ORF Salzburg war bei der Premiere von "Die Busen des Böhmen", der Hommage von Erzkomödiant Edi Jäger an den Satiriker und Karikaturisten Robert Gernhardt. Im Nachrichten Magazin "Salzburg heute" wurde der folgende Beitrag am 2.2. gesendet....

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Es ist ein Wunder! oder: Feed the inspiration!

Der folgende Text wurde von Markus Steinwender zur Pressekonferenz des Dachverbands der Salzburger Kulturstätten verfasst und als Statement zur Lage der freien, professionellen TheatermacherInnen in Salzburg den anwesenden Journalisten vorgestellt.

Es ist ein Wunder, dass in Salzburg freies, also unabhängiges, professionelles, berufliches Theater, gibt. Abseits der Festspiele, dem Landestheater und den zwei anderen festen Theatern mit Ensemblen,  Schauspielhaus und Toihaus, ist eine rege Szene, die zwar gerne geehrt, gerne für Förderpreise oder Projektpreise hergenommen wird, die aber täglich ums Überleben kämpft.

Es ist nur dadurch möglich, weil all die Künstler*Innen sich mit vielen Jobs über Wasser halten, weil sie es zulassen, sich am Rande des Existenzminimums zu bewegen, weil sie es zulassen, in prekären Beschäftigungsverhältnissen meistens auf Honorarbasis ohne soziale Absicherung zu arbeiten, weil sie bereit sind, sich für die Kunst, für das Theater und damit, wenn man die Aufgabe desselben Ernst nimmt, für die Gesellschaft auszubluten. Die Politik und die Kulturverwaltung weiß das, getan hat sich nichts.