Was war bloß los im Rathaus?

Am 12.05.2010 gab es einige Abstimmungen im Salzburger Gemeinderat, die die Kunst und Kultur in Salzburg betreffen. Und natürlich auch alle (freien) TheatermacherInnen der Stadt. Der Dachverband Salzburger Kulturstätten ortet dabei eine Krise in den jüngsten kulturpolitischen Entscheidungen des Gemeinderates und machte dazu folgende Aussendung:

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In der Sitzung von 12. Mai 2010 hat der Salzburger Gemeinderat weitreichende kulturpolitische Entscheidungen gefällt. SPÖ und ÖVP meinen die kulturpolitische Reputation Salzburgs wieder hergestellt zu haben mit einem Beschluss, der der Stadt Salzburg zukünftig jährlich 223.00 Euro mehr kosten wird – nicht zuletzt, um den umschmeichelten Berliner Philharmonikern »marktübliche Gagen« zu bezahlen.

Pressekritik: Odyssee (SN)

In den Salzburger Nachrichten erschien eine Kritik zur Odyssee. Hier ein kleiner Auszug: (..) Das Schöne an Markus Steinwenders Bühnenversion, die mit Elisabeth Nelhiebel, Hildegard Starlinger, Dorit Ehlers, Torsten Hermentin, Peter Malzer und Markus Zett typgerecht besetzt ist, ist die unverkrampfte Einbettung der wundersamen Homer-Geschichten...

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Pressekritik: Odyssee

Im DrehPunktKultur erschien die erste Kritik zur Odyssee. Hier ein kleiner Auszug: Es ist ein erstaunlich leichtfüßiges Unterfangen, diese „Odyssee“ des Ensembles Mazab, die am Dienstag (4.5.) im Kleinen Theater Uraufführung und Premiere hatte. ...

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Nachgefragt: Odyssee

Am 4. Mai 2010 hat die „Odyssee“ nach Homer im kleinen theater Premiere. Wir führten ein Interview mit dem Regisseur Markus Steinwender.

Die Odyssee, eines der beiden Hauptwerke Homers, stellt einen DER Klassiker der Weltliteratur dar. Ihr bezeichnet eure neue Produktion als „Odyssee nach Homer“. Worin bestehen nun die Unterschiede und die Parallelen zum Text und der Motivwelt Homers?

[singlepic id=58 w=240 h=240 float=right]Markus Steinwender: Eigentlich heißt der Abend einfach „Odyssee“. Das „nach Homer“ soll einerseits zeigen, dass wir als Basis dafür den Homerischen Text verwendet haben und nicht z.B. James Joyce, und andererseits, dass wir dabei aber frei mit dem Stoff umgehen. Es war von Anfang an klar, dass es keine „gespielte Nacherzählung“ werden soll, sondern dass wir uns Motive und Figuren aus dem Epos destillieren. Das Prinzip der Arbeit war, dass sich alle mit dem Stoff beschäftigen sollen und das Stück erst im Probenprozess entsteht. Dabei hat sich auch ergeben, dass wir Odysseus selber gar nicht auf der Bühne haben wollten, weil wir begannen, uns auf die in der Heimat Zurückgebliebenen zu konzentrieren, dazu auf die Götter, die ja so was wie „Schicksal“ sind, und auf die Archetypen wie den Freier und die Geliebte. Was in der Heimat ankommt sind nur mehr Gerüchte von einem Odysseus, der mal hier, mal dort gesehen wird, von dem man gar nicht weiß, ob er überhaupt noch lebt. Dennoch bleiben unsere Figuren am Strand und warten, aus verschiedenen Gründen und bleiben so von Odysseus und der Odyssee gefangen. Was sie dabei verbindet ist eine unstillbare Sehnsucht.