Nachgefragt: Wenn Frauen fragen

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Nachgefragt: Wenn Frauen fragen

Edi Jäger glänzt aktuell mit dem Kabarett-Programm „Wenn Frauen fragen“. Wir haben beim Autor Horst Schroth nachgefragt

kleines theater: Lieber Horst Schroth, Sie haben zweimal den deutschen Kleinkunstpreis erhalten und u.a. mit dem Programm „Wenn Frauen fragen“ in Deutschland Furore gemacht. Wie kam es dazu, dass dieses Kabarett-Programm in einer „Österreich-Version“ nun mit Edi Jäger zu sehen ist?

Horst Schroth: Mein Freund Edi hat von diesem Programm und generell von meiner Arbeit gehört und mich eines Tages angemailt mit der Frage, ob ich mir vorstellen könne, dass er mein Programm „Wenn Frauen fragen“ quasi in Lizenz spielen könne. Ich fand diese Idee interessant, nach einem kurzen Treffen habe ich ihn und seine Frau Anita in Wien besucht und mir sein Loriot-Programm angesehen mit der Erkenntnis: Edi ist ein überaus erfindungsreicher und witziger Komödiant. Und: Er ist auch genau der Richtige, der „Wenn Frauen fragen“ einem österreichischen Publikum präsentieren kann. Ich gab ihm die Lizenz und den Text, den er für sich und sein Publikum adaptiert hat und siehe da – Bingo! Und nun freue ich mich über seinen, über unseren Erfolg.

kleines theater: Kommen Männer in diesem Stück auch auf ihre Kosten?

Horst Schroth: Natürlich kommt auch das männliche Geschlecht auf seine Kosten. Es ist gut vorstellbar, dass ein gemeinsamer Theaterbesuch von „Wenn Frauen fragen“ ganz erheblich zum häuslichen Frieden beitragen kann. Stellen sich beispielsweise mal die Frage, warum Männer immer wohnen und Frauen immer wuseln, wurschteln, grutscheln oder wie wir Hamburger sagen, rödeln. Frauen kennen ja die Situation: Sie sehen ihren Mann, Lebensabschnittsgefährten oder Freund scheinbar ziellos und stumm und mit offenen Augen auf der Wohnzimmercouch sitzen und fragen sich: Was macht er da gerade? Die Antwort ist ganz simpel: Der Mann WOHNT! Denn „Wohnen“ ist für Männer eine seriöse Tätigkeit. Eine wichtige Phase des Innehaltens, der Kontemplation, der Meditation und Reflexion. Wohnen ist nichts Sinnloses. Nein. Wohnen, im speziellen an den Wochenenden ist etwas sehr, sehr wichtiges. Und wir Männer erwarten von den Frauen, dass sie diese Phase des „Wohnens“ respektieren. Ist das der Fall, dann hat das natürlich einen positiven Effekt auf die Beziehung. Denn so bekommt jede Frau diesen zufriedenen und glücklichen Partner, den sie sich schon immer gewünscht hat.

kleines theater: Bekommen Frauen die erhofften Antworten auf ihre Fragen?

Horst Schroth: Ich hoffe doch. Ein guter Barometer dafür sind die vielen persönlichen Rückmeldungen von Frauen, die ich nach meinen Vorstellungen bekomme. Und ich versichere Ihnen: Alle Fragen, die an diesem Abend gestellt werden, werden auch beantwortet. Mitunter kann es passieren, dass Antworten in anhaltenden Lachstürmen untergehen. Aber da bin ich mir ziemlich sicher: Edi kann damit umgehen. Und falls jemand vor lauter Lachattacken nicht alles verstanden hat, der muss das Stück halt noch einmal besuchen. Ich jedenfalls wünsche Euch und Eurem Publikum viel Vergnügen!

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