Nachgefragt: Vier linke Hände

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Nachgefragt: Vier linke Hände

kleines theater: Was hat dich dazu bewogen, ein Stück eines französischen Schriftstellers, dem Lustspielautor Pierre Chesnot auf die Bühne zu bringen?

Jurek Milewski: Das Stück „Vier linke Hände“ wollte ich schon vor drei Jahren machen. Ich wusste damals nicht, wie man die zwei übereinander liegenden Zimmer auf der Bühne des „kleinen theater“ unterbringen kann. Wie alle wirklich guten Stücke ist die Komödie zeitlos. Ich liebe es, wenn die Zuschauer lachen, wenn sie ihre Alltagssorgen im Theater vergessen können.

kleines theater: Was ist das Besondere an der Beziehung zwischen Sophie und Betrand, den beiden Charakteren des Stücks…

Jurek Milewski: Ein Mann und eine Frau, die so verschieden sind, dass sie überhaupt nicht zueinander passen. Lange scheint es unmöglich, dass die beiden irgendwann doch noch einen gemeinsamen Weg finden können. Sie können nicht miteinander leben, aber bald auch nicht mehr ohne einander. Dieses Ringen, dieser Kampf ist für das Publikum höchst unterhaltsam. Viele haben uns nach der Premiere gesagt, dass sie sich durchaus in der einen oder anderen Szene erkennen.
Das Zusammenleben ist die Kunst der Kompromisse ohne sich selbst zu verlieren.

kleines theater: Gönnt sich das Salzburger Theaterkollektiv „Theater Miluna“, das von dir vor acht Jahren gegründet wurde und seither etliche Stücke inszeniert hat, zurzeit eine Ruhepause?

Jurek Milewski: Keine Ruhepause! So lange die Kräfte, Initiative und Ideen vorhanden sind, machen wir´s weiter!