Stückdetails

Auftakt
Why not? Die Auftakt a capella Roadshow
Das aktuelle Programm des Vokal-Ensembles Auftakt
Mit Lilo Ewy-Zohmann, Susanne Riedl-Vorauer (Sopran) | Marianne Kamerhuber, Margit Kopplinger (Alt) | Herwig Zott, Edwin Hertlein (Tenor) | Peter Weiser, Hannes Goditsch (Bass)

In 80 Minuten mit acht Stimmen quer durch die Jahrhunderte und Genres? Why not? Im aktuellen Programm des Salzburger Vokal-Ensembles Auftakt geht es ans Eingemachte. Begleiten Sie das Doppelquartett auf seiner abenteuerlichen Reise durch bekannte Lieder, Chansons und Madrigale.

Wer über 20 Jahre mit Programmen wie „Liebe, Lust und Leidenschaft“ sowie maßgeschneiderten Auftritten bei privaten Festen und Firmenevents tourt, kann von schrägen Erlebnissen und erstaunlichen Erfahrungen berichten. Dass Auftakt dabei wandlungsfähig geblieben ist, zeigen Einblicke in die neuen ;weiberischen" und "manderischen" Spin-Offs. Why not?

Foto © Peter Edlinger
ÜBER Auftakt

DER AUTOR UND TEXTDICHTER FRITZ LÖHNER-BEDA (1883 –1942)
Löhner? Löhner-Beda? Nie gehört? Auch wenn Sie seinen Namen nicht kennen, einige seiner Lieder kennen Sie garantiert. „Ausgerechnet Bananen“ zum Beispiel oder „Was machst du mit dem Knie, lieber Hans?“ oder „In der Bar zum Krokodil“ mit der unvergleichlichen Textzeile „Sie machte sich ein Schlitz am Kleid und pfiff dann auf die Sittsamkeit“, über die Gerhard Bronner sagte, er hätte sich gewünscht, sie wäre ihm eingefallen. Alle diese Lieder, die sich durch feine Ironie, charmante Zweideutigkeiten und perfekte Reime auszeichnen, stammen aus der Feder von Fritz Löhner-Beda.

Unter dem Namen Beda, was auf Tschechisch Fritz bedeutet, veröffentlichte er bereits als Gymnasiast erste Gedichte. Der Operetten-, Kabarett- und Schlagertexter war eine der schillerndsten Figuren im Wien der Zwanziger und Dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Im Dritten Reich fand seine Weltkarriere allerdings ein jähes tragisches Ende. Löhner, der jüdischer Herkunft war, kam im März 1938, zwei Tage nach dem Anschluss von Österreich an Hitler-Deutschland, mit dem 1. Prominenten-Transport in das KZ Dachau und fand am 4. Dezember 1942 im Alter von 59 Jahren im Konzentrationslager Auschwitz den Tod. Sein Name hörte aufgrund der „Entjudung der deutschen Musik“ auf zu existieren. Er verschwand von allen Schallplatten, Programmheften und Plakaten und somit aus dem Gedächtnis der Menschen. Dass die Lieder von Fritz Löhner-Beda, die seinerzeit von den Comedian Harmonists berühmt gemacht wurden, in den 1990er Jahren ein Revival erlebten, ist vor allem Max Raabe zu verdanken. Dass man die Gedichte wieder lesen kann, ist das Verdienst von Christoph Wagner-Trenkwitz, der den Gedichtband „Wie man sich trifft im Ampezzotal“ herausgab. Und nun kommt eine wunderbare musikalisch-literarische Ergänzung:
Die CD „...und pfeifen auf die Sittsamkeit!“, die am 9. Mai im kleinen theater aus der Taufe gehoben wird, ist ein spritziger Mix aus Liedern und Gedichten.

DAS VOKALENSEMBLE AUFTAKT
Amateure im allerbesten Sinn des Wortes – das sind die Sängerinnen und Sänger des Salzburger Vokalensembles Auftakt. Die Freude am gemeinsamen Singen hat das gemischte Quartett vor mehr als 17 Jahren zusammengeführt. Diese Freude und der Anspruch, sie in hoher Qualität mit ihrem Publikum zu teilen, verbinden die Sängerinnen und Sänger bis heute. Das Ensemble nimmt sich die Freiheit, in immer wieder wechselnden Formationen im Quartett oder bei speziellen Anlässen in voller Stärke aufzutreten. Wobei es zu ergänzen gilt, dass man Auftakt nicht nur auf der Konzertbühne, sondern auch bei Geburtstags- und anderen Festen oder Vernissagen treffen kann, überall dort, wo gute Stimmen und gute Stimmung geschätzt werden.

Auftakt hat sich unter der künstlerischen Leitung von Horst Zalto ein umfangreiches Repertoire quer durch die Jahrhunderte erarbeitet. Der Bogen reicht von schwungvollen Madrigalen aus der Renaissance in verschiedenen Sprachen über spritzige Schlager aus den 1920er und 1930er Jahren bis hin zu bekannten Songs aus dem ausgehenden 20. Jahrhundert. Mit seinen erfrischend-frechen Programmen „Antidepressivalala“ und „One  Night Ständchen“ hat sich Auftakt  als A-Capella-Formation einen Namen weit über die Landesgrenzen hinaus gemacht.

In dem neuen Programm „... und pfeifen auf die Sittsamkeit!“ betritt Auftakt unbekanntes Terrain. Die Ensemblemitglieder singen erstmals auch Soli und Duette mit Klavierbegleitung.

Es spielen Betty Trobisch und Richard Kopplinger.

Auftakt sind:
Susanne Riedl-Vorauer (Sopran)
Lilo Ewy-Zohmann (Sopran)
Marianne Kamerhuber (Alt)
Margit Kopplinger (Alt)
Herwig Zott (Tenor)
Peter Weiser (Bass)
Stefan Veigl (Bass)

ALFRED PFEIFER
Der Schauspieler  Alfred Pfeifer, der zwischen Luzern und seiner Heimatstadt Wien pendelt, ist im kleinen theater ein gern gesehener Gast. Bereits drei Mal stand er bei Produktionen des Theaters Laetitia gemeinsam mit dessen Leiterin Margot M. Paar auf der Bühne:  2008 in einer Doppelrolle in „Getrennte Betten“, 2010 als Teilzeit- Liebhaber in „Jahre später, gleiche Zeit“ und 2013 als grantelnder Komponist in „Möwe und Mozart“. Und jedes Mal begeisterte er durch seine nonchalant-charmante Spielweise.  Pfeifer arbeitet als freier Schauspieler.
Die Idee zu einer gemeinsamen CD-Produktion mit  dem Vokalensemble Auftakt als Hommage an Fritz Löhner-Beda entstand nach einer Lesung in „Literatur im Café Mozart“ im Juni 2013. In „...und pfeifen auf die Sittsamkeit!“ rezitiert Alfred Pfeifer Gedichte.

Link zum Künstler
http://www.auftakt.at
Musik

März 2020

DatumBeginnVeranstaltungSpielortTicketinfo
Sonntag22.03.Beginn19:30
Why not? Die Auftakt a capella Roadshow
kleines theater