Stückdetails

Franz Froschauer
Eichmann
Theaterstück von Rainer Lewandowski
Von Rainer Lewandowski
Regie Georg Mittendrein
Musik Regina Kepplinger
Mit Franz Froschauer & Alessa Dullinger & Andrea Froschauer-Rumpl & Tanja Jetzinger & Heidemarie Mayer & Friedrich Eidenberger & Gerhard Lehrner
Weiters Franz Huber (Dramaturgie)

Nach seiner Entführung aus Argentinien begann am 29. Mai 1960 in Jerusalem das Verhör des ehemaligen SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann durch den israelischen Polizeihauptmann Avner Werner Less. Sie haben 275 Stunden lang miteinander gesprochen. Die Verhöre wurden auf Tonband aufgenommen und anschließend abgeschrieben. Es gibt 3650 Seiten Protokoll. Eichmann berichtet von seinem Leben in Linz und Umgebung, seiner Wiener, Prager und Berliner Zeit. Das Stück zeigt wie und was Adolf Eichmann aussagt. Das Publikum nimmt die Position des Gegenübers ein. Begleitet wird Eichmanns Aussage von einer Gruppe Menschen, die chorisch das historische Gegengewicht verkörpern: Das Textmaterial besteht aus nüchternen Fakten bis hin zu emotional tief berührenden Passagen aus Berichten und Zeugenaussagen. Dieser ‚Chor’ begleitet, unter- oder widerlegt das von Eichmann Gesagte. Ein Abend starker Emotionen.
Podiumsdiskussion im Anschluss. 

"Ich habe gehorcht, und wenn man mir befohlen hätte, meinen Vater zu töten, ich hätte es getan. Ich wurde zum Gehorchen erzogen, jederzeit und überall. Ich kann aus meiner Haut nicht heraus."

Franz Froschauer hat den Anerkennungspreis vom Land Oberösterreich 2015 für seine künstlerische Leistung im Solostück über den Massenmord-Organisator Adolf Eichmann erhalten.

"Ein Prozess, selbst jener gegen den kaltblütigen Nazi- Beamten und Judenvernichtungslogistiker Otto Adolf Eichmann, darf kein großes Tingeltangel sein. Er verlangt Sachlichkeit, Stille und mehr Kummer als Zorn…Dass der Abend seine Wirkung aus Bedächtigkeit ziehen kann liegt an der Schauspielkunst von Franz Froschauer…." (Peter Grubmüller, OÖN)

"Froschauer schlüpft in Eichmanns ungeheuerliche Normalität, in seine Unberührtheit angesichts des Sterbens und seine Ergebenheit gegenüber seinem Arbeitgeber." (Elisabeth Rathenböck, KRONEN ZEITUNG)

"Packend in der konzentrierten Inszenierung von Georg Mittendrein ist vor allem die beklemmende Darstellung durch den oö. Schauspieler Franz Froschauer" (Andreas Hutter, NEUES VOLKSBLATT)

"Haben Sie nicht was Lustiges?" (Interview mit den OÖN, 27. 10. 2015)

Theater

Januar 2016

DatumBeginnVeranstaltungTicketinfo
Freitag29.01.Beginn20:00
Salzburg Premiere
Eichmann