Stückdetails

MAZAB
Warum fuchteln die Franzosen mit ihren Armen?
Ein Stück Denken nach Texten und Ideen von Gregory Bateson.
Von Ensemble nach Gregory Bateson
Regie Markus Steinwender
Bühne Leonie Reese
Kostüme Anne Buffetrille
Mit Elisabeth Nelhiebel und Peter Malzer
Produktion MAZAB mit Unterstützung von Stadt Salzburg Kultur, bm:ukk, Land Salzburg Kultur sowie dem Salzburger Sparkassen Kulturfonds
Ab 10
Spieldauer ca. 60 min
Pause keine
Premiere 10.04.2014 kleines theater, Salzburg

„Ich kannte mal einen kleinen Jungen in England, der seinen Vater fragte: »Wissen Väter immer mehr als Söhne?«, und der Vater sagte: »ja«. Die nächste Frage war: »Papi, wer hat die Dampfmaschine erfunden?«, und der Vater sagte: »James Watt«. Darauf der Sohn: »- aber warum hat sie dann nicht James Watts Vater erfunden?«

aus: Gregory Bateson, Metalog „Wieviel weisst du“

Theater kann mehr sein als Unterhaltung oder das Erzählen von Geschichten. Es kann helfen, Zusammenhänge zu begreifen und uns Erkenntnis verschaffen. Gerade im Theater können wir uns die Faszination für Dinge nutzbar machen, die wir nicht verstehen, die uns gerade deshalb oder trotzdem in Erinnerung bleiben und in uns weiterarbeiten, kurz: die nachwirken. Vieles von dem, an das man sich in seinem Leben besonders erinnert, sind die Dinge, die man nicht sofort verstanden hatte, die mit Schwierigkeiten verbunden waren. Die sich erstmal im Kopf quer stellten. Doch unvergesslich sind dann die Glücksmomente, die sich einstellten, wenn wir die Hindernisse überwinden und wir etwas verstehen, was erst unbegreiflich schien. Diesem Glück sind wir auf der Spur.

Der angloamerikanischen Wissenschaftler Gregory Bateson verfasste neben seinen zahlreichen Fachartikeln auch fiktive Gespräche zwischen einem Vater und einer Tochter. Sie sind die Ausgangsbasis für unser Stück, in dem wir Wissen mit Kunst verbinden. Bateson nannte die von ihm verfassten Gespräche 'Metaloge' – ein Wort, das Bateson selbst erfand. Ein Metalog ist ein Gespräch, in dem das Thema des Gesprächs das Gespräch selbst ist. Das klingt schwieriger, als es ist. Wenn man sich zum Beispiel über das Wort 'durcheinander' unterhält und dabei in ein Durcheinander gerät, dann ist dieses Gespräch ein Metalog. Die Sprache, der sich Bateson dabei bedient, ist über weite Strecken klar und einfach und die Fragen der Tochter entzünden sich an Alltäglichem. Kinder machen täglich die Erfahrung, dass es verschiedene Ordnungen gibt, die eingehalten werden müssen. Sie übernehmen Ordnungssysteme bzw. Prinzipien zur Anordnung von Dingen und übertragen diese auf ihr eigenes Zimmer oder auf ihren Schreibtisch. Und obwohl die Sprache von Vater und Tochter einfach ist, werden dabei komplexe Zusammenhänge entwickelt und diskutiert.

So wird das Denken ein großes Spiel, ein großes Vergnügen. Denn: Denken ist ein großes Spiel, Denken ist großes Vergnügen. Vor allem, wenn man beginnt, wie Gregory Bateson zu denken: Schon mal die eigene Hand betrachtet? Die fünf Finger sind nicht einfach nur fünf Finger. Sie sind vier Beziehungen zwischen den Fingerpaaren. Oder: Ein Wasserkrug und ein Glas, das neben dem Krug steht, haben keine besondere Beziehung zueinander. Bis ich mir aus dem Krug Wasser ins Glas einschenke. Oder: Ein Bauer benutzt Pestizide, um seine Felder frei von Insekten zu halten. Doch er braucht immer mehr von dem Gift, um die Insekten zu bekämpfen. Ein Wettrüsten beginnt wie zwischen zwei Staaten, die ihre Macht demonstrieren. - Bei Bateson steht alles miteinander in Beziehung, er suchte nach den Mustern, er dachte in größeren Zusammenhängen als alle vor ihm. Und die meisten nach ihm. Bei Bateson ergibt eine Frage eine weitere Frage und Beispiel türmt sich auf Beispiel bis der ganze Gedankenturm in sich zusammenfällt und neu sortiert erneut gebaut werden muss. Spielerisch werden die formulierten Gedankengänge sinnlich erfahrbar, wird Abstraktes in Bilder übersetzt. Denken als großes Spiel. Denken als großes Vergnügen.

Peter Malzer und Elisabeth Nelhiebel auf den Spuren des Denkens nach Gregory Bateson. | Foto (c) Markus Steinwender

"Mit Witz und philosophischer Tiefsinnigkeit inspirierten Elisabeth Nelhiebel und Peter Malzer das Publikum, sich auf die schwere Kost einzulassen."
DrehPunktKultur, 22.4.2014

".. Regisseur Markus Steinwender ist es gelungen, diese Gedankenspiele in einer äußerst vergnüglichen Performance auf die Bühne zu bringen und das Abstrakte in einprägsame Bilder umzusetzen. Mit hinreißendem Temperament begibt sich Elisabeth Nelhiebel auf Spurensuche ins Gestrüpp der Beziehungen und Zusammenhänge und lässt sich von Peter Malzer, der mit grauer Perücke in die Rolle des großen Philosophen schlüpft, auf die verrücktesten Experimente ein .."
dz, 17.4.2014

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TheaterSchauspielUraufführung10+

April 2014

DatumBeginnVeranstaltungTicketinfo
Donnerstag10.04.Beginn19:00
Premiere
Warum fuchteln die Franzosen mit ihren Armen?
10+
Freitag11.04.Beginn10:00
Warum fuchteln die Franzosen mit ihren Armen?
10+
Samstag12.04.Beginn19:00
Warum fuchteln die Franzosen mit ihren Armen?
10+

Mai 2014

DatumBeginnVeranstaltungTicketinfo
Freitag02.05.Beginn19:00
Warum fuchteln die Franzosen mit ihren Armen?
10+
Mittwoch14.05.Beginn19:00
Warum fuchteln die Franzosen mit ihren Armen?
10+
Freitag23.05.Beginn19:00
Warum fuchteln die Franzosen mit ihren Armen?
10+

Juni 2014

DatumBeginnVeranstaltungTicketinfo
Donnerstag05.06.Beginn19:00
Warum fuchteln die Franzosen mit ihren Armen?
10+

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