Stückdetails

Joesi Prokopetz
Die Schöpfung - eine Beschwerde
Mit Joesi Prokopetz

Da stellt sich doch tatsächlich einer auf die Bühne und sagt uns, dass die Natur unser Feind ist, ja dass der Wunsch nach „Natur pur“ geradezu lebensbedrohlich ist, dass es überwiegend hässliche Tiere gibt, wie zum Beispiel den Schlitzrüssler und der Pelikan aus der Nähe gar so hässlich ist, dass er einem schon wieder leid tut und es unklar bleibt, wie sie aus diesen Vögeln die Füllfedern machen, dass einer wie Gott in der Privatwirtschaft längst entlassen worden wäre, der Mensch gut ein Drittel des Erbgutes mit der Kartoffel gemein hat, dennoch Mensch aber gerade deswegen ein Viech geblieben ist. Und dass die Welt für den menschlichen Forschungsgeist zu empfindlich ist, weil ja seit der Erfindung von Pfeil und Bogen praktisch alles aus dem Ruder läuft und wenn die Polkappen schmelzen, das zunächst für Leute mit Erdgeschosswohnungen unangenehm ist.

Er weiß aber auch, dass sich der vernünftige Mensch der Natur anpasst und der unvernünftige die Natur an den Menschen anpassen möchte und darum jeder Fortschritt von den Unvernünftigen abhängt; in jedem typischen Frauensatz das Wort „einmal“ vorkommt und Menschen, die in gebückter Haltung durch Supermärkte schleichen, nicht Ischias haben, sondern  nur die günstigen Angebote in Bodennähe suchen. Er hat die Urszene der Comedy entdeckt und dass wir aus Rücksicht auf uns selbst „es menschelt“ sagen, wenn es heißen müsste  „es trottelt“. Und die problematische Stelle in der Bundeshymne nicht „TöchterSöhne“ ist, sondern die Zeile „Volk, begnadet für das Schöne.“

Also, jede Menge los im neuen Programm von Joesi Prokopetz.

Da wackelt die Wand, da brennt die Luft, da boxt der Papst.

Ein Prokopetz in Höchstform.

ÜBER Joesi Prokopetz

* 13. März 1952 in Wien
Liedertexter, Kabarettist, Autor

Joesi Prokopetz war und ist Texter des Austropop. Er schrieb die legendären Ambros-Hits wie "Da Hofa", "Es lebe der Zentralfriedhof", "Baba und foi net" oder "Du bist wia die Wintasun", weiters Texte für Stefanie Werger, Wilfried oder Rainhard Fendrich. Mit Manfred Tauchen gründete er DÖF (Deutsch-Österreichische Freundschaft) und landete mit "Codo" ( ... ich düse, düse, düse im Sauseschritt ...) oder "Taxi" in den Hitparaden. Nach der Trennung folgte eine erfolgreiche, kurze Solokarriere mit Hits wie "Sind Sie Single" u. a. Darüber hinaus präsentierte er Radio-Sendungen, schrieb Texte für "Der Watzmann ruft", spielte ebendort und schuf 1990 die Kabarett-Figur Rädl, die im Mittelpunkt mehrerer Programme stand. "Ansichten eines Klons" und "Bitte nicht schießen!" sind die aktuellen Programme. 2009 erhält er dafür den "Salzburger Stier".
Ferner wirkt Joesi Prokopetz bei den Nestroy-Sommerspielen auf Burg Liechtenstein unter der Regie von Elfriede Ott als Schauspieler mit.
(Text: www.kabarettarchiv.at)

Link zum Künstler
http://www.prokopetz.at
Kabarett

April 2014

DatumBeginnVeranstaltungTicketinfo
Dienstag08.04.Beginn20:00
Die Schöpfung - eine Beschwerde