Stückdetails

Joesi Prokopetz
„Übrigens! Aber das nur nebenbei.“
Das neue Programm.
Von Joesi Prokopetz
Regie Fritz Schindlecker
Musik Carl Maria von Weber, Klaus Kobald
Mit Joesi Prokopetz
Weiters LEKTORAT Felicitas Prokopetz KOMPOSITION DER SONGS Lied vom blöden Witz und Lied vom Leserbriefschreiber: Erich Buchebner | KOMPOSITION/TEXT Lied vom sinnlosen Gesicht: Peter Hulan SCHLUSSREDAKTION Dieter Chmelar
Spieldauer ca. 100 min
Pause nach ca. 50 min

Ist es jetzt eine Geschichte, die Prokopetz in seinem neuen Programm erzählt oder sind es G`schichten und G`schichterln, die einem roten Faden folgend wie Perlen auf einer Kette aufgereiht sind? Oder ist es, wie man aus dem Titel „Übrigens!“ schließen könnte, nur ein einziger großer Zwischenruf? Oder ist es der Entwurf einer dialektischen kognitiven Hermeneutik oder geht es eh nur um Sex? Auf alle diese Fragen kann man nur mit: „Ja!“ antworten aber auch mit: „Nein!“ Eines jedoch steht fest: Es ist, sowohl in Inhalt als auch in Form, das reichhaltigste Programm, das Prokopetz je hingelegt hat. Reichhaltig auch, denn es kommen immerhin 3 neue Lieder vor, die Prokopetz selbst singt und sich auch selbst auf der Gitarre begleitet. Das Lied vom blöden Witz. Das Lied vom sinnlosen Gesicht. Und: Das Lied vom Leserbriefschreiber.
Die Dämonie des Alltags ist es, aus der Prokopetz – wie immer – schöpft und sich daher auch ganz unkompliziert sagen ließe: Das Programm ist „aus dem Leben gegriffen!“ Warum er anfangs gar nicht weiß, ob er bis zum Schluss bleiben kann, warum er auf Äußerungen seiner Frau, zunächst immer nur: „Was?“ sagt, wie das Eheliche im fortschreitenden Alter überhaupt so ist, warum es keine Rolle spielt, wenn die Welt 14 Tage früher oder später untergeht, wie die beiden Spießgesellen von Kater Karlo (aus der Micky Maus) heißen, das alles erfährt man an diesem Abend.
Aber genauso wird man erfahren, warum Verkäuferinnen in Modemärkten „unsichtbar“ sind, wie lange fünf Minuten dauern können, dass Gott die Welt in drei Tagen hätte erschaffen sollen, weil wir dann vier Tage Wochenende hätten und noch vieles mehr.
Es geht einfach um ALLES: bis hin zu den letzten Fragen: „Warum bin ich hier? Wohin gehe ich?“ Und vor allem: „Wer bezahlt das alles?“ Und: „Wie ernähre ich mich ohne Unterkiefer?“
Über das österreichische Idiom, das die österreichische Seele, ja die österreichische Tragödie widerspiegelt, führt uns Prokopetz mit seinem neuen Programm, bis hin zu der tröstlichen Erkenntnis: „Der Grund unseres Hierseins, ist noch lange nicht der Sinn unseres Daseins.“
Übrigens: Sehr, sehr lustig! Aber das nur nebenbei.

Joesi Prokopetz | Foto © Ralf Fischbacher
ÜBER Joesi Prokopetz

* 13. März 1952 in Wien
Liedertexter, Kabarettist, Autor

Joesi Prokopetz war und ist Texter des Austropop. Er schrieb die legendären Ambros-Hits wie "Da Hofa", "Es lebe der Zentralfriedhof", "Baba und foi net" oder "Du bist wia die Wintasun", weiters Texte für Stefanie Werger, Wilfried oder Rainhard Fendrich. Mit Manfred Tauchen gründete er DÖF (Deutsch-Österreichische Freundschaft) und landete mit "Codo" ( ... ich düse, düse, düse im Sauseschritt ...) oder "Taxi" in den Hitparaden. Nach der Trennung folgte eine erfolgreiche, kurze Solokarriere mit Hits wie "Sind Sie Single" u. a. Darüber hinaus präsentierte er Radio-Sendungen, schrieb Texte für "Der Watzmann ruft", spielte ebendort und schuf 1990 die Kabarett-Figur Rädl, die im Mittelpunkt mehrerer Programme stand. "Ansichten eines Klons" und "Bitte nicht schießen!" sind die aktuellen Programme. 2009 erhält er dafür den "Salzburger Stier".
Ferner wirkt Joesi Prokopetz bei den Nestroy-Sommerspielen auf Burg Liechtenstein unter der Regie von Elfriede Ott als Schauspieler mit.
(Text: www.kabarettarchiv.at)

Link zum Künstler
http://www.prokopetz.at
Kabarett

Oktober 2011

DatumBeginnVeranstaltungTicketinfo
Donnerstag20.10.Beginn20:00
„Übrigens! Aber das nur nebenbei.“